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Herbstimpressionen

Der Herbst ist die Jahreszeit zwischen Sommer und Winter. Der astronomische Beginn des Herbstes wird auf der Nordhalbkugel der Erde um den Zeitraum der Tagundnachtgleiche auf den 23. September gesetzt.

Er endet am 22. Dezember, dem Zeitpunkt der Wintersonnenwende.

Ursprünglich bedeutete Herbst "Zeit der Früchte", "Zeit des Pflückens" bzw. "Erntezeit".

Die Natur verändert sich, die Tage werden kürzer, es wird später hell und früher dunkel.

Die Abende werden kühler und länger, die Kraft der Sonne lässt merklich nach. Tagsüber ist es meist noch mild, die Nächte sind aber schon kalt und manchmal sogar frostig.

Wir entdecken die ersten bunt gefärbten Blätter an den Laubbäumen. An windigen Tagen lassen die Menschen ihre Drachen steigen.

Die Zugvögel bereiten sich auf den Abflug in ihre südlichen Winterquartiere vor oder aber sie kommen aus den kälteren nördlichen Gefielden zu uns.

Einige Säugetiere, wie Eichhörnchen, Igel, Bären und Fledermäuse bereiten sich auf den bevorstehenden Winterschlaf vor.

Die Zeit der Pilze ist da. Die leuchtenden Fliegenpilze grüßen uns schon von weitem; an abgestorbenen Baumstümpfen wachsen orangegelbe Pilzansammlungen und So mancher Steinpilz oder die schmackhafte Braunkappe wandern in unseren Sammelkorb. Sie ergeben eine herrlich duftende und gut schmeckende Pilzmahlzeit.

Es ist also noch einiges los und viel im Auf- und Umbruch in dieser Jahreszeit. Genießen wir die letzten Sonnentage mit dem leuchtend bunten Laub und machen lange Spaziergänge durch das abgefallene, trockene Laub, was unter unseren Füßen raschelt. Eicheln zerknacken unter unseren Sohlen und durch das dünne Laub an den Bäumen fallen die blinkenden Sonnenstrahlen. Atmen wir tief durch und behalten wir die Farben in unserer Seele für die dunklen Wintertage.

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Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

(Christian Friedrich Hebbel

Nun lass den Sommer gehen,
lass Sturm und Winde wehen.
Bleibt diese Rose mein,
wie könnt ich traurig sein?

(Joseph Freiherr von Eichendorff)

Rings ein Verstummen, ein Entfärben:
Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
ich liebe dieses milde Sterben.

Von hinnen geht die stille Reise,
die Zeit der Liebe ist verklungen,
die Vögel haben ausgesungen,
und dürre Blätter sinken leise.

Die Vögel zogen nach dem Süden,
aus dem Verfall des Laubes tauchen
die Nester, die nicht Schutz mehr brauchen,
die Blätter fallen stets,die müden.

In dieses Waldes leisem Rauschen
ist mir als hör' ich Kunde wehen,
dass alles Sterben und Vergehen
nur heimlich still vergnügtes Tauschen.

(Nikolaus Lenau)

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in Dden Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an, es ist in allen.
und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

Im Herbst bei kaltem Wetter
fallen vom Baum die Blätter
Donnerwetter,
im Frühjahr dann,
sind sie wieder dran -
sieh mal an.

(Heinz Erhardt)

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Besucher(inne)n fröhliche und sonnige Herbsttage.


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