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Pelta und Jerry

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Hundegeschichten gibt es viele von den 6 Hunden. Hier ist eine Geschichte von PELTA und JERRY.

Die beiden waren ein einmaliges Gespann. Pelta, eine blonde Hovawart-Hündin und Jerry ein mittelgroßer Mischling, dünn aber voller Power und Schläue.

Unsere Spaziergänge führten uns natürlich immer in Gegenden, wo die Hunde freien Auslauf genießen konnten. Jerry hat alle Wege mindestens 5mal gemacht. Pelta war da bedächtiger, sie suchte sich immer den bequemsten Weg aus, um auch zu dem Ziel zu kommen, wo Jerry war.Das klappte aber nicht immer so richtig, denn Jerry war viel geschickter und flinker. Er hatte schon zweimal den Weg gemacht, wenn Pelta zum Spurt ansetzte. Aber Pelta hatte auch ihre Aufgabe in dem Gespann. Sie sah besser, vielleicht weil sie größer war? Jedenfalls hat sie immer den Entdecker gemacht, hat dann durch die Backen gepustet und fest in die Richtung geschaut, in der etwas los war. Jerry wurde durch das Pustegeräusch aufmerksam, sah Pelta an, verfolgte ihren Blick und schon spurtete er los. Wenn er unterwegs das Ziel aus den Augen verlor, brauchte er sich nur umzugucken und auf Pelta zu warten. Sie zeigte ihm wieder die richtige Richtung.

So war es auch einmal, als ein Hase unseren Weg etwa 50m vor uns kreuzte. Er flitzte über den Weg, durch die Sträucher und über den dahinter liegenden Graben auf den Acker. Bei den beiden Hunden funktionierte das Alarmsystem und Jerry sauste los. An der richtigen Stelle ging' s durch die Sträucher und über den breiten Graben, so schnell konnte man gar nicht gucken, wie er weg war. Da wollte Pelta natürlich hinterher und kam auch durch die Sträucher, zwar mit Verzögerungen, aber immerhin. Dann passierte das Malheur. Der Graben war viel zu breit. Das schaffte sie nicht und plumpste mitten in das modderige braune Wasser. Jetzt war sie in großer Not. Sie sackte bis zum Bauch im Modder ein und kam aus eigener Kraft nicht wieder raus.

Jerry war weg, den bekam ich sowieso nicht zurück, wenn er es sich nicht von allein überlegte, also konnte ich in Ruhe Pelta retten. Als alles Locken nichts half, sie konnte die Beine nicht heben, musste ich auch runter zum Graben und sie oben an den Vorderbeinen packen, um sie zu ziehen. Das ging auch zaghaft, aber nicht genug, ich musste noch über den Graben und von hinten schieben. Irgendwie bekam ich den 40kg schweren Hund aus dem Graben raus. Da war ich froh! Nur nicht lange, denn kaum an Land fing sie an, sich zu schütteln. Jetzt war das Fiasko perfekt. Sie hat mich von oben bis unten mit dem roten Dreck bespritzt.

Inzwischen hatte Jerry seine Jagd aufgegeben und wir sind dreckig wie wir waren nach Hause gegangen. Ich nehme an, dass mich viele Augen aus den Fenstern verfolgt haben mit breitem Grinsen, denn ich sah nicht gerade straßenfein aus.

Zuhause wurde Pelta erst mal im Bild festgehalten und dann mit dem Gartenschlauch abgespritzt. Da kam eine braunrote Brühe runter, sagenhaft! Das reichte aber noch nicht, dem roten Modder mussten wir anschließend noch mit Shampoo zuleibe rücken. Pelta ist noch lange mit einem rostigroten Schimmer am Bauch rumgelaufen.


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